DKP Südbayern - Aktuelles

50.000 in München gegen Atomkraftverlängerung - Seite an Seite

50.000 in München gegen Atomkraftverlängerung - Seite an Seite

10.10.2010:  In einer beeindruckenden, etwa 10 km langen Menschenkette protestierten am vergangenen Sonnabend (9. Oktober) 50.000 Menschen, vorwiegend aus Bayern, aber erkennbar u.a. auch aus Österreich gegen die Politik der Bundesregierung von CDU, CSU und FDP zum verlängerten Einsatz der Atomkraftwerke. Seit dem Widerstand und den Protesten gegen die atomare Wiederaufbereitung in Wackersdorf in den 1980er Jahren war das die größte Demonstration der Ablehnung der Atomkraftnutzung in Bayern durch breiteste Volksmassen.

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Kettenreaktion Bayern - Atomkraftwerke abschalten!

Kettenreaktion Bayern - Atomkraftwerke abschalten!01.10.2010: Das Anti Atombündnis Bayern ruft für Samstag, 9.10., zur Menschenkette zwischen den Zentralen der Atomlobby (CSU-Zentrale, EON, Siemens, Bayrisches Umweltministerium) auf. Die DKP ruft zur Teilnahme auf und fordert: "Atom-Mafia abschalten! - POWER to the PEOPLE! - Der Mensch geht vor Profit!"

Die Anti-Atom-Bewegung in Deutschland gewinnt immer mehr Oberwasser. Nach dem enormen Erfolg der Berliner Demonstration gegen die Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke wird KettenreAktion Bayern am 9. Oktober in München ein zweites gewaltiges Signal setzen. Das stetig weiter wachsende Bündnis von Bürgerinitiativen, Verbänden, NGOs und Parteien vom linken Spektrum bis ins bürgerlich-konservative Lager stellt das größte Oppositionsbündnis dar, das Bayern je gesehen hat.
KettenreAktion Bayern organisiert eine 10 km lange Menschenkette für Atomausstieg und für die Energiewende zwischen den Zentralen der Atomlobby (CSU-Zentrale, EON, Siemens, Bayrisches Umweltministerium) quer durch München.
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Hochschulen forschen für den Krieg

1,1 Mrd. € hat die Bundesregierung im Jahr 2008 für die Rüstungsforschung an Hochschulen ausgegeben. An den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen ziviler Universitäten, wie z.B. der TUM, richten Rüstungsunternehmen wie EADS Stiftungsprofessuren ein; unter Mitwirkung der Bundeswehr-Hochschulen und der Rüstungsindustrie entstehen hier zivilmilitärische Forschungsverbünde wie z.B. die Fakultät Munich Aerospace, ein Zusammenschluss der TUM, der Universität der Bundeswehr,
dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Bauhaus Luftfahrt (EADS, MTU Aero Engines, Liebherr-Aerospace). Sozialwissenschaftliche Sonderforschungsbereiche wie der SFB 700 an der FU Berlin und die „Arbeitsstelle Interventionskultur“ der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg befassen sich mit der Optimierung aktueller und künftiger Militäreinsätze. Um die Behandlung durch Kriegseinwirkung traumatisierter und schwer verletzter Soldaten zu verbessern, bilden Krankenhäuser der Bundeswehr und zivile Universitätskliniken „Wirkverbünde“, die sowohl den Austausch von Personal als auch gemeinsame Bildungs- und Forschungsprojekte beinhalten. Die Informationsstelle Militarisierung Tübingen listet allein 60 zivile deutsche Hochschulen auf, an denen sich Wissenschaftler mit wehrtechnischen und wehrmedizinischen Fragestellungen befassen. An den großen Technischen Universitäten sind militärische Forschungsprojekte und zivil deklarierte Forschung mit militärischen Zielsetzungen (dual use) an der Tagesordnung. 

Die fortschreitende Militarisierung der Hochschulen beginnt auf Kritik und Widerstand zu stoßen.

18. September: Anti-AKW Protest Berlin

18. September: Anti-AKW Protest Berlin

Am Samstag, den 18. September wollen wir mit zehntausenden Menschen in Berlin gegen die Atompolitik der Regierung protestieren. Symbolisch werden wir das Regierungsviertel umzingeln. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, auf die Straße zu gehen! Denn 10 Tage später, am 28. September will Bundeskanzlerin Merkel das Kabinett über längere AKW-Laufzeiten entscheiden lassen. Nur wenn wir am 18. September richtig viele werden, können wir Merkels Atompläne stoppen. Überall im Land starten Busse zur Großdemonstration in Berlin.

Am Wochenende hat Merkel in der Atompolitik erstmals konkret Position bezogen: Um 10 bis 15 Jahre verlängerte Laufzeiten hält sie für "fachlich vernünftig". Doch sie stützt sich dabei auf "Energieszenarien", die von der Atomwirtschaft nahe stehenden Instituten erarbeitet wurden. So wurden die Effekte der Laufzeitverlängerungen schön gerechnet. Indem sie ihrer Politik einen wissenschaftlichen Anstrich verpasst, will sie verdecken, um was es eigentlich geht: knallharte Klientelpolitik.

Gegen Merkels Atomkurs gehen wir am 18. September auf die Straße. Die Demonstration bereiten wir in einem breiten Bündnis von Gewerkschaften, Umweltverbänden, Anti-Atom-Initiativen und Parteien vor. Doch sie wird nur gelingen, wenn sich jetzt noch kurzfristig sehr viele Menschen in die Mobilisierung einklinken.

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